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KI-Grundlagen · 11. August 2026

GPT-5.6: welche Stufe zu welcher Aufgabe passt

Drei Stufen, drei Preise: Wie Sie anhand Ihrer Aufgaben entscheiden, ob Sol, Terra oder Luna die richtige Wahl ist.
Ring aus Blättern und weißer Keramik vor dunkelgrünem Grund

KI-Grundlagen 3 Min. Lesezeit Von Alexander Otto

SprachmodelleModellwahlKostenOpenai

OpenAI hat am 9. Juli die GPT-5.6-Familie veröffentlicht. Sie besteht aus drei Stufen, die nach Himmelskörpern benannt sind: Sol, Terra und Luna. Der Start war an eine Freigabe des US-Handelsministeriums gebunden. Danach rollten die Modelle laut OpenAI in ChatGPT, Codex und der API aus.

Die Stufen und ihre Preise

Nach Simon Willison kosten die Stufen je Million Token in der API:

  • Luna: 1 US-Dollar Eingabe, 6 US-Dollar Ausgabe. Die schnellste und günstigste Stufe.
  • Terra: 2,50 US-Dollar Eingabe, 15 US-Dollar Ausgabe. Laut OpenAI auf dem Niveau von GPT-5.5 bei halbem Preis.
  • Sol: 5 US-Dollar Eingabe, 30 US-Dollar Ausgabe. Die Spitzenstufe für schwierige Aufgaben und lange Arbeitsabläufe.

Alle drei Modelle haben ein Kontextfenster von einer Million Token und können bis zu 128.000 Token ausgeben. Ihr Wissensstand reicht bis zum 16. Februar 2026. Neu in der API sind unter anderem programmgesteuerte Werkzeugaufrufe, Multi-Agenten-Funktionen und Haltepunkte im Prompt-Cache.

Was von den Benchmarks zu halten ist

OpenAI gibt an, dass alle drei Modelle bei einem Agenten-Test besser abschneiden als Claude Fable 5. Bei SWE-Bench Pro lag Fable 5 deutlich vorn, woraufhin OpenAI die Aussagekraft dieses Tests infrage stellte, so Willison. Für Ihre Entscheidung heißt das: Herstellervergleiche helfen nur begrenzt. Ein Test mit Ihren eigenen Aufgaben ist aussagekräftiger.

Entscheidungshilfe für den Alltag

  • Luna: Klassifizieren, Vorsortieren, kurze Antworten, einfache Umformulierungen, hohe Stückzahlen.
  • Terra: Standardaufgaben wie Zusammenfassungen, Angebotsentwürfe, Recherche mit Quellen, Assistenten im Kundendialog.
  • Sol: Komplexe Auswertungen, lange mehrstufige Aufgaben, Programmierarbeit, Fälle, in denen ein Fehler teuer wird.

So gehen Sie vor

Wählen Sie fünf bis zehn echte Fälle aus Ihrem Alltag und lassen Sie sie von allen drei Stufen bearbeiten. Lassen Sie jemanden aus dem Fachbereich bewerten, ohne zu wissen, welche Stufe welches Ergebnis geliefert hat. Rechnen Sie danach die Kosten für ein Monatsvolumen hoch. Häufig reicht die mittlere Stufe, und manchmal die kleinste.

Eine Anmerkung zur Verfügbarkeit: Neue Modelle werden häufig in Stufen freigeschaltet, nach Tarif, Region oder Vertrag. Prüfen Sie bei Ihrem Anbieter, ab wann welche Stufe für Ihren Zugang freigeschaltet ist. Planen Sie zunächst mit dem, was Sie heute nutzen können, und nehmen Sie neue Stufen erst nach einem Test in Ihre Anwendungen auf.

Prüfen Sie außerdem, in welcher Region die Daten verarbeitet werden und welche Vertragsbedingungen für Ihren Zugang gelten. Dazu haben wir in den von uns geprüften Quellen keine belastbaren Angaben für den EU-Betrieb gefunden.

Quellen