Zum Inhalt springen
Strategie-Call buchen

Makrotrends · 28. April 2026

Google Cloud Next: Die Agenten-Plattform

Google hat auf der Next 2026 die Gemini Enterprise Agent Platform vorgestellt. Eine Einordnung mit Kriterien für die Plattformwahl im Mittelstand.
Dunkelgrüne Büste mit feinen gravierten Linien im Kopf

Makrotrends 2 Min. Lesezeit Von Alexander Otto

AgentenGovernanceAutomatisierungStrategie

Google Cloud hat auf der Konferenz Next 2026 in Las Vegas (22. April 2026) die Gemini Enterprise Agent Platform vorgestellt. Die bisherige Vertex AI geht darin auf, künftige Entwicklungen erscheinen ausschließlich dort. Nach Angaben von Google waren mehr als 32.000 Teilnehmende vor Ort, das Unternehmen zählt 260 Ankündigungen.

Was die Plattform enthalten soll

Google ordnet die Plattform in vier Aufgaben: bauen, skalieren, steuern und optimieren. Dazu gehören laut Google ein Entwicklungsbaukasten für Agentennetze (Agent Development Kit), eine Umgebung für Entwurf von No-Code bis Vollcode (Agent Studio), eine Laufzeit mit schneller Bereitstellung (Agent Runtime), eine abgesicherte Umgebung für Code (Agent Sandbox), ein Langzeitgedächtnis (Agent Memory Bank) und ein Sicherheits-Dashboard, das Schwachstellen automatisch erkennen soll. Dazu kommen Auswertung und Optimierung laufender Agenten.

Bei der Hardware kündigte Google die achte TPU-Generation an: TPU 8t für Training mit rund dreifacher Rechenleistung gegenüber der Vorgängerin, TPU 8i für Inferenz mit 80 Prozent besserem Preis-Leistungs-Verhältnis. Beide Werte sind Herstellerangaben.

Was daran für den Mittelstand wichtig ist

Interessant ist die Richtung: Alle großen Anbieter bauen Agenten nicht mehr als Zusatzfunktion, sondern als eigene Schicht mit Governance. Das spiegelt, was Unternehmen brauchen: Rechte, Protokolle, Sandbox, Test. Kaum ein Mittelständler braucht aber die ganze Plattform. Wichtiger ist die Frage, wie Sie Agenten steuerbar halten, egal welcher Anbieter dahintersteht.

Sieben Fragen vor der Plattformwahl

  • Welche Aufgaben sollen Agenten erledigen, und reichen dafür einfache Automatisierungen?
  • Welche Daten sieht der Agent, und wo liegen sie?
  • Wie lassen sich Rechte pro Agent einschränken, und wie wird protokolliert?
  • Gibt es einen Notausschalter, den ein Mensch ohne Entwickler bedienen kann?
  • Wie sind die Kosten aufgebaut, nach Aufruf, Rechenzeit oder Nutzer, und wie planbar sind sie?
  • Wie leicht können Sie Agenten und Daten zu einem anderen Anbieter mitnehmen?
  • Wer im Haus oder beim Dienstleister betreibt die Plattform dauerhaft?

Abhängigkeit im Blick behalten

Je mehr Gedächtnis, Daten und Abläufe in einer Plattform liegen, desto teurer wird ein Wechsel. Das ist kein Grund, auf Plattformen zu verzichten. Es ist ein Grund, Schnittstellen und Exportwege vor dem Einstieg zu klären und Agentenbeschreibungen unabhängig vom Anbieter zu dokumentieren.

Unser Rat

Verwechseln Sie Ankündigungen nicht mit Verfügbarkeit in Ihrer Region und Ihrem Vertrag. Prüfen Sie, was heute produktiv nutzbar ist. Beginnen Sie mit einem begrenzten Anwendungsfall und messen Sie, bevor Sie Verträge ausweiten.

Quellen

Plattform ohne Abhängigkeit wählen

Wir entwickeln mit Ihnen Auswahlkriterien und einen begrenzten Pilot, bevor Sie sich auf eine Plattform festlegen.