KfW: Nicht die Größe entscheidet über KI im Mittelstand, sondern die Vorarbeit
Laut KfW Research nutzt jeder fünfte Mittelständler KI. Entscheidend sind Digitalisierung und Innovationskultur, nicht die Größe.
Strategie · 16. März 2026

KfW Research hat am 11. Februar 2026 die Analyse „Einsatz von Künstlicher Intelligenz vor allem in Unternehmen mit hohen Innovations- und Digitalisierungsaktivitäten“ veröffentlicht (Fokus Volkswirtschaft Nr. 533). Grundlage ist das KfW-Mittelstandspanel, eine jährliche Befragung mittelständischer Unternehmen. Weil Umfragen mit ganz anderen Quoten kursieren, etwa die Bitkom-Befragung vom 11. März, lohnt ein kurzer Blick auf diese Zahl.
Die KfW betrachtet den Mittelstand im engeren Sinn, also vor allem kleine und mittlere Unternehmen. Verbandsbefragungen erfassen oft nur Betriebe ab 20 Beschäftigten oder fragen weiter nach, ob irgendein KI-Werkzeug genutzt wird. Die Quoten sind deshalb nicht direkt vergleichbar. Für den Mittelstand ist die KfW-Zahl eine der passendsten Quellen.
Die Autoren halten fest, dass Größe und Branche eine untergeordnete Rolle spielen, sobald man Innovations- und Digitalisierungsaktivitäten berücksichtigt. Entscheidend ist also, wie weit ein Betrieb in Daten, Prozessen und Know-how vorbereitet ist. Das lässt sich planen. Die ausführliche Einordnung mit drei konkreten Vorarbeiten folgt im Mai: KfW: Nicht die Größe entscheidet, sondern die Vorarbeit.