KI-Budget 2027 planen: Eine Checkliste für den Spätsommer
Im Spätsommer beginnen viele Betriebe mit der Planung fürs nächste Jahr. Wie Sie KI sinnvoll in Budget und Jahresziele einbauen.
Strategie · 20. August 2026

KI wird nach Verbrauch abgerechnet, meist in Token. Das macht Kosten flexibel, aber nicht automatisch planbar. Die Releases im Juli haben das Preisgefüge verschoben. Hier die Preise je Million Token, wie sie in den Quellen genannt werden, jeweils Eingabe und Ausgabe in US-Dollar.
Die Preise ändern sich häufig, rechnen Sie mit den aktuellen Angaben Ihres Anbieters. Die Spanne ist aber eindeutig: Zwischen dem günstigsten und dem teuersten Modell liegt mehr als ein Faktor 100.
Nicht jede Aufgabe braucht das beste Modell. Teilen Sie in einfach, anspruchsvoll und kritisch ein, und ordnen Sie jeder Stufe ein passendes Modell zu.
Lassen Sie fünf bis zehn Fälle aus Ihrem Alltag von zwei oder drei Modellen bearbeiten und bewerten Sie das Ergebnis im Fachbereich. Das kostet wenige Euro und spart später mehr.
Zählen Sie, wie oft eine Aufgabe pro Monat vorkommt, und multiplizieren Sie mit den durchschnittlichen Token pro Fall. Eine Aufgabe mit tausend Fällen im Monat ist etwas anderes als eine mit hundert.
Fast alle Anbieter erlauben Ausgabenlimits. Setzen Sie eines, und lassen Sie sich bei 80 Prozent per E-Mail warnen. Besonders bei Agenten, die viele Aufrufe auslösen, ist das nötig.
Bauen Sie Ihre Anwendungen so, dass der Modellname eine Einstellung ist und kein fester Bestandteil. Dann können Sie vom Preisrutsch der nächsten Monate profitieren.
Sehr günstige Modelle sind verlockend. Prüfen Sie dabei, wo die Daten verarbeitet werden, wer Auftragsverarbeiter ist und welche Vertragsbedingungen gelten. Ein niedriger Preis ist kein Vorteil, wenn die Datenschutzfrage offen bleibt.
Wer mehrere Anwendungen betreibt, sollte die Kosten pro Anwendung getrennt ausweisen. Das gelingt über getrennte Zugänge oder Projekte beim Anbieter. So sehen Sie schnell, welche Anwendung sich lohnt und welche nicht. Ohne diese Trennung wird die Rechnung am Monatsende zu einem Gesamtbetrag, aus dem sich keine Entscheidung ableiten lässt.
Laut Bitkom sagen 33 Prozent der Unternehmen, KI sei teurer als erwartet. Mit einer einfachen Rechnung vor dem Start lässt sich das in den meisten Fällen vermeiden.